Im Museum besteht nach der aktuellen Coronaschutzverordnung NRW (§4 Abs.2 Satz 1) die 2G-Regelung, d.h. der Besuch des Museums oder von Veranstaltungen ist nur für immunisierte Personen möglich.

Wilde Zeiten – Fotografien von Günter Zint

Springerblockade 1968

Ab dem 22. Oktober 2021 bis zum 2. Januar 2022 ist die Villa Erckens Schauplatz einer besonderen Schau zur Geschichte der Bundesrepublik. 

Als politisch engagierter, kritischer Fotograf dokumentiert Günter Zint Protest und neue politische Bewegungen in der deutschen Nachkriegsgeschichte. In den 1960er Jahren ist er regelmäßig Gast im Hamburger Star-Club, wo er legendäre Größen der Musikszene wie Jimi Hendrix, The Who oder die Beatles porträtiert. Aufnahmen des Alltags in St. Pauli und aus dem Rotlichtmilieu belegen Zints Sympathie für Menschen am Rande der Gesellschaft.
Ab 1962 fotografiert er hauptsächlich politische Themen. Im Auftrag des „Spiegel“ entstehen Fotoreportagen, die Günter Zint zu einem der wichtigsten Chronisten der 68er-Bewegung werden lassen. In den 1970er und frühen 1980er Jahren hält er als Augenzeuge und zugleich Beteiligter Aktionen der Friedens- und Anti-Kernkraft-Bewegung fest.

„Wilde Zeiten“ ist eine Ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Günter Zint. Der Eintritt ist frei. 

Friseurladen auf St. Pauli, 1964
© Günter Zint

Weinender Demonstrant, Berlin 1968
© Günter Zint