TiM – Theater im Museum

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Vom Fachbereich Kultur der Stadt Grevenbroich in Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Landestheater Neuss wurde in 2014 das Veranstaltungsprogramm „TiM – Theater im Museum“ initiiert. Die individuell zugeschnittene Reihe wird vom Rhein-Kreis Neuss bezuschusst.

Ein Abonnement für alle 4 Veranstaltungen inkl. reservierter Sitzreihe ist zum Preis von 40,00 Euro in der Villa Erckens erhältlich.
Kartenreservierungen und Abonnementbestellungen können unter der Telefonnummer 02181 / 608 – 656 oder per E-Mail an ed.hc1569020201iorbn1569020201everg1569020201@rutl1569020201uk1569020201 erfolgen.
Vorverkaufsstellen für Einzelkarten: Villa Erckens, Am Stadtpark | Schön und Gut, Bahnstraße | Stadtbücherei, Stadtparkinsel.


„All das Schöne“ von Duncan Macmillan

Donnerstag,  10. Oktober 2019 um 20.00 Uhr

1. Eiscreme. 2. Wasserschlachten. 3. Länger aufbleiben dürfen als sonst und fernsehen. 4. Die Farbe gelb. 5. Sachen mit Streifen 6. Achterbahnen. 7. Leute, die stolpern. So beginnt die Liste des siebenjährigen Kindes, das damit der Depression der Mutter begegnen möchte. Mama muss sie wohl gelesen haben, denn irgendwann lag die Liste wieder im Kinderzimmer. Mit Korrekturen der Rechtschreibfehler versehen. 313. Ein Klavier in der Küche, heißen spätere Versuche und 319. So heftig lachen, dass dir die Milch aus der Nase schießt. 320. Sich nach einem Streit wieder vertragen. Jeder Punkt in dieser Liste kämpft um das Leben. Helfen sie durch die Dunkelheit? Das Kind wird erwachsen, studiert, findet die Liebe, gründet eine Familie. 516. Etwas gewinnen. 517. Mit jemanden so vertraut sein, dass man ihn nachgucken lässt, ob man Brokkoli-Reste zwischen den Zähnen hat. Regeln entstehen: a. Keine Wiederholung. b. Die Sachen mussten wirklich großartig sein und lebensbejahend. c. Nicht zu viele materielle Dinge. Es wird eine Überlebens-Liste daraus, die Liebeserklärungen formulieren und durch eigene Dunkelheiten führen, eine Liste, die all das Schöne dieser Welt beschreiben kann.

Rheinisches Landestheater Neuss

Eintritt:  10,00 Euro


„White Rabbit, Red Rabbit“ von Nassim Soleimanpour

Donnerstag, 5. Dezember 2019 um 20.00 Uhr

„Pssst! Der/die SchauspielerIn sieht den Text auf der Bühne zum ersten Mal, deshalb darf hier nicht viel verraten werden. Nur so viel: es ist schwierig fremd zu sein, irritierend, aber auch sehr komisch.“

Rheinisches Landestheater Neuss

Eintritt:  10,00 Euro


„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry

Donnerstag, 23. Januar 2020 um 20.00 Uhr

Die Inszenierung des Theaters der Dämmerung meißelt aus Antoine de Saint- Exupéry‘s moderner märchenhafter Erzählung Der kleine Prinz… den kleinen Prinzen heraus. Die Essenz, die kostbare Kerngeschichte vom Leben dieses feinfühligen Menschenkindes wird freigelegt und sichtbar. Die gesamte Rahmenhandlung (Notlandung des Erzählers in der Sahara) entfällt.
Wir steigen im 8.Kapitel ein, das vom Leben des kleinen Prinzen auf seinem winzigen Planeten berichtet. Eine Rose mit vier Dornen verändert sein Leben. Er erfährt das Entzücken der Liebe und, da die Rose ihn mit ihrer Eitelkeit quält, auch bald den Schmerz. Verletzten Herzens verlässt der kleine Prinz schließlich seinen Planeten.
Nun besucht er auf seinem Weg zur Erde sechs bewohnte Asteroiden: den Planeten des Königs, des Eitlen, des Säufers, des Geschäftsmannes, des Laternenanzünders und des Geographen. Diese sechs Archetypen verkörpert Friedrich Raad vor der Schattenbühne, während der zweite Spieler hinter der Bühne die Schattenfigur des kleinen Prinzen weiterhin mit Leben erfüllt.
Auf unserer Erde angekommen, durchquert der kleine Prinz die Wüste und findet schließlich einen Freund: einen Fuchs. Dieser offenbart ihm die Einzigartigkeit seiner Rose, und gibt ihm ein Geheimnis mit auf den Weg: Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Theater der Dämmerung

Eintritt:  12,00 Euro

Szenenbild

„Mongos“ von Sergej Gößner

Donnerstag, 5. März 2020 um 20.00 Uhr

Francis hat Multiple Sklerose. Ikarus ist seit dem Unfall querschnittsgelähmt. Und: beide sind in der Pubertät. Jetzt sind sie in der Reha. Rehabilitation heißt so viel wie Wiederherstellung. Ob das was wird? Erstmal nerven die beiden sich voll. Während Ikarus die große Klappe hat, ist Francis sensibel und manchmal reflektierter als er will. Der eine baut sich aus seiner Krankheit die Folgen einer blutigen Schießerei. Der andere schreibt Gedichte. Gegensätzlicher geht nicht. Und genau deshalb werden sie beste Freunde. Sie rauchen, saufen, sehen Filme, reden über Sex und Frauen ganz allgemein, erleben den ersten Liebeskummer. Das Chaos in ihren Herzen lernen sie mit und durch den anderen aufzufangen. Doch als Francis aus der Klinik entlassen werden soll, droht nicht nur Ikarus, seine Wiederherstellung um die Ohren zu fliegen.

Sergej Gößner hat in schnellen Dialogen ein Stück über zwei liebenswerte Außenseiter geschrieben, die, beneidenswert größenwahnsinnig, selbst schwerwiegendste Behinderungen zu überwinden versuchen. Ein Stück über Freundschaft, Identität und die Kunst, erwachsen zu werden. Der besondere formale Reiz des Stückes liegt darin, dass auch alle Nebenfiguren von Ikarus und Francis gespielt werden und dass so das Erzählen der Geschichte genauso wichtig wird wie die Geschichte selbst.

Rheinisches Landestheater Neuss

Eintritt:  12,00 Euro