Klezmer – hejmisch und hip

Die Geschichte der jüdischen Volksmusiktradtion präsentierte das Musuem Villa Erckens im Jahr 2006. Die Wanderausstellung der Bundeszentrale für politische Bildung war bis dahin nur in Großstädten wie Frankfurt und Wien zu sehen. Im Erdgeschoss der Villa wurden neben 38 Schautafeln auch die typischen Instrumente der Klezmer-Musik, wie Klarinette, Geige und Akkordeon, gezeigt. Auf 25 MP3-Playern konnten sich die Besucher Klezmer-Musik anhören und sich so einen eigenen Eindruck der Musik verschaffen. Wem dies noch nicht authentisch genug war, der hatte am 8. September 2006 die Gelegenheit echte Stars der Szene zu hören. A Tickle In The Heart, das Kölner Trio mit Bernd Spehl an der Klarinette sowie den Multiinstrumentalisten Andreas Schmitges und Thomas Fritze gehört zum besten was das Genre zu bieten hat. Mit Perfektion und Präzision schaffen sie es, verschiedene Melodien und Rhythmen zu einem harmonischen Ganzen zu verbinden. Das Konzert war ein voller Erfolg und mit über 80 Besuchern restlos ausverkauft.

Klezmer – Musik und Instrumente
Im Rahmen der Ausstellung Klezmer – Hejmisch und hip – organisierte die Interessengemeinschaft Museum Villa Erckens einen Workshop, in dem Kinder die jüdische Instrumentalmusik kennenlernen. Als Klezmer Musik wird die gesamte jüdische Instrumentalmusik bezeichnet. Die jüdischen Mystiker sagen, ein Klezmer-Musiker macht keine Musik, er singt und spricht durch sein Instrument. Er erzählt Geschichten, einfache und komplizierte, lustige und traurige. Die Kinder konnten einfache Musikinstrumente wie Trommeln, Rasseln und Flöten basteln. Inspiriert durch das Hören der Klezmer-Musik wurde eine kurze Geschichte musikalisch eingeübt. Und es wird versucht die Geschichten, die die Musik erzählt, zu zeichnen. Parallel zum Workshop waren die Erwachsenen eingeladen, sich die Ausstellung anzuschauen und sich mit Hilfe der ausliegenden MP3-Player der Klezmer-Musik zu nähern.