Neue Ausstellung: Hanne Horn. Provokation – Fotoarbeiten 2001-2026

Am Sonntag, 04. Oktober 2026 um 15 Uhr wurde eine neue Wechselausstellung im Museum der Niederrheinischen Seele, Villa Erckens feierlich eröffnet: Unter dem Titel „Hanne Horn. Provokation“ werden in diesem Herbst eindrucksvolle Fotoarbeiten der Künstlerin im Erdgeschoss des Museums präsentiert, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die in Düsseldorf lebende und arbeitende Fotografin Hanne Horn zeichnet sich insbesondere durch ihre präzise beobachteten, feinfühligen Porträts aus. Bilder dieses persönlichen Archivs menschlicher Begegnung bilden die Grundlage für die Fotoarbeiten der Künstlerin. Inhaltlich befasst sie sich sowohl mit globalen politischen und gesellschaftskritischen Themen wie Obdachlosigkeit und Unterdrückung, als auch mit persönlichen Lebenserfahrungen. Wo die Bilderflut und ein Überangebot an Information uns zu überfordern drohen, lädt die Ausstellung ein, den Blick für das Wesentliche neu zu schärfen.

Die Sonderausstellung kann bis einschließlich Sonntag, 22. November 2026 im Erdgeschoss der Villa Erckens besichtigt werden. Es gelten die regulären Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Museums.

Bitte beachten Sie auch unser ausstellungsbegleitendes Programm:

Mittwoch, 14. Oktober um 12.30 Uhr
Mittagspausenführung: Hanne Horn. Provokation
Eintritt: 6,- € (inkl. Müsliriegel und Banane; ca. 45 Minuten)

Mittwoch, 14. Oktober um 17.00 Uhr
Klangmeditation in der Ausstellung: Hanne Horn. Provokation
Eintritt: 6,- € (ca. 45 Minuten)

Donnerstag, 22. Oktober um 17.00 Uhr
Feierabendführung: Hanne Horn. Provokation
Eintritt: 6,- € (ca. 60 Minuten)

Samstag, 07. November um 18.00 Uhr
Kulturnacht | Führung: Hanne Horn. Provokation
Eintritt: frei! (ca. 60 Minuten)

Samstag, 07. November um 19.00 Uhr
Kulturnacht | Fade out! – Handpan-Klangreise mit Stefan Pelzer-Florack in der Ausstellung
Eintritt: frei! (ca. 45 Minuten)

Donnerstag, 12. November um 15.00 Uhr
ArtCafé: Hanne Horn. Provokation
Eintritt: 8,- € (inkl. Kaffee und Kuchen, ca. 75 Minuten)

Donnerstag, 19. November um 19.00 Uhr
Salongespräch mit Künstlerin Hanne Horn
Eintritt: 6,- € (ca. 90 Minuten)

Bild: Hanne Horn, Nichtschwimmerinnen, 2011

Installation zum „Pinktober“

Bis zum 31. Oktober leuchten die Fenster rund um den Eingang zur Villa Erckens jeden Abend neonpink. Damit beteiligt sich das Museum am „Pinktober“ genannten Aktionsmonat zum Thema Brustkrebs. Weltweit machen Vereine, Institutionen und Betroffene im Oktober gezielt auf die häufigste Krebserkrankung bei Frauen aufmerksam. Im Vordergrund stehen die Wichtigkeit von Vorsorge und die Solidarität mit Betroffenen.

Die Installation ist jeden Abend von Beginn der Dämmerung bis ca. 23 Uhr vom Vorplatz der Villa Erckens aus sichtbar.

Wichtiger Hinweis für das STIXX Konzert

Das ursprünglich für den 24.10.26 um 20 Uhr geplante Konzert der Grevenbroicher Band STIXX im Museum Villa Erckens (Veranstalter ist der Förderverein Museum Villa Erckens e. V.) fällt leider aus.

Der Schlagzeuger der Band ist unerwartet und längerfristig erkrankt, so dass derzeit kein Ersatztermin geplant werden kann.

Bereits gekaufte Tickets können während der regulären Öffnungszeiten an der Museumskasse zurückgegeben werden und werden selbstverständlich erstattet.

Wir danken für Ihr Verständnis und hoffen auf gute Genesung des Musikers.

Langenbach 100 | Keramik zwischen Archaik und Moderne

Am Sonntag, 26. Juli 2026 um 14 Uhr fand die Vernissage zu einer neuen Wechselausstellung im Museum der Niederrheinischen Seele, Villa Erckens statt. Unter dem Titel „Langenbach 100 | Keramik zwischen Archaik und Moderne“ können Besucherinnen und Besucher in den kommenden Wochen einen faszinierenden Überblick über das Gesamtwerk der 2008 verstorbenen Künstlerin Anneliese Langenbach gewinnen.

Anneliese Langenbach wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Anlass genug für das Museum, sich dem Lebenswerk der gebürtigen Niederrheinerin in all seinen Facetten anzunähern. Zahlreiche Fotos, Briefe und Zeichnungen dokumentieren schlaglichtartig das künstlerische Schaffen der Keramikerin und Bildhauerin, die im Stadtgebiet mit zwölf Großplastiken im öffentlichen Raum vertreten ist. Neben der Künstlerin, die an der Kunstakademie Düsseldorf unter anderem bei Otto Pankok und Ewald Mataré studierte und früh durch ihr Können und ihr Geschick beeindruckte, wird eine aufgeschlossene, lebensbejahende Persönlichkeit sichtbar, deren Schaffensdrang bis zum Schluss ungebrochen war. Der Fotograf Helmut Coenen hat die Skulpturen im Stadtgebiet für die Ausstellung neu in den Fokus genommen und bringt mit seinen Fotografien den Eindruck der Außenskulpturen ins Museum. Kuratiert wurde die Ausstellung von Eva Struckmeier. 

Die Sonderausstellung kann bis einschließlich Sonntag, 20. September 2026 im Erdgeschoss der Villa Erckens besichtigt werden. Es gelten die regulären Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Museums.

Bitte beachten Sie auch unser ausstellungsbegleitendes Programm:

Donnerstag, 30. Juli um 12.30 Uhr
Mittagspausenführung „Langenbach 100“
Eintritt: 6,- € (inkl. Obst und Müsliriegel, ca. 45 Minuten)

Donnerstag, 06. August um 10.00 Uhr
Mit Baby ins Museum „Langenbach 100“
Eintritt: 6,- € (ca. 60 Minuten)

Samstag, 22. August um 14.00 Uhr
Radtour „Anneliese Langenbach: Brunnen – Mythen – Heilige“
Gebühr: 12,- € (ca. 180 Minuten, Rast am Kloster Langwaden möglich)
Treffpunkt: Museum Villa Erckens

Donnerstag, 03. September um 15.00 Uhr
ArtCafé „Langenbach 100“
Eintritt: 8,- € (Führung inkl. Kaffee und Gebäck, ca. 75 Minuten)

Donnerstag, 10. September um 17.00 Uhr
Feierabendführung „Langenbach 100“
Eintritt: 6,- € (ca. 60 Minuten)

Donnerstag, 17. September um 18.00 Uhr
Salongespräch „Die Künstlerin Anneliese Langenbach“
mit Waltraud Fonken-Völker

Eintritt: 6,- € (ca. 60 Minuten)

Sonntag, 20. September um 15.00 Uhr
Finale Führung „Langenbach 100“
Eintritt: 6,- € (ca. 60 Minuten)

Eine Anmeldung ist für jede Veranstaltung erforderlich unter:
02181 / 608-656 oder sowie an der
Museumskasse während der regulären Öffnungszeiten

Thomas Baumgärtel – NiederrheinTour 2026 | Freiheit für Kunst

Thomas Baumgärtel realisiert zu seinem 40-jährigen Jubiläum der Spraybanane und als Hommage an seine Heimat, den Niederrhein, in den Monaten Mai, Juni und Juli 2026 eine Niederrhein-Ausstellungstour in 40 Kunst-Häusern unter dem Motto „Freiheit für Kunst“. Jedem mitwirkenden Standort wird eine seiner Werkgruppen zugeordnet. Auch das Museum der Niederrheinischen Seele, Villa Erckens ist mit von der Partie: In der Villa Erckens sowie in der Versandhalle auf der gegenüberliegenden Stadtparkinsel werden ab Mai zahlreiche Exponate der beiden Werkgruppen „Gelber Bananenpointillismus“ und „Stielbilder“ ausgestellt.

Die Werkgruppe „Gelber Bananenpointillismus“  – präsentiert in der Versandhalle – markiert seit 1995 einen entscheidenden Einschnitt in seinem Œuvre und stellt eine konsequente Weiterentwicklung seiner ikonischen Bananen-Motivik dar. Die Banane fungiert nicht mehr primär als Einzelmotiv oder ironisches Signet im öffentlichen Raum, sondern als strukturbildendes Element der Bildkonstitution. Sie ersetzt den traditionellen Pinselstrich und wird zur kleinsten formalen Einheit des Bildgefüges. Kunsthistorisch lässt sich dieses Verfahren in eine Traditionslinie serieller Bildorganisation einordnen. Vergleichbar ist die Funktion der gesprühten Banane mit dem Rasterpunkt bei Roy Lichtenstein oder mit dem pastosen, richtungsgebundenen Duktus bei Vincent van Gogh: In allen Fällen bildet ein wiederholtes, klar identifizierbares Element die Grundlage der Bildentstehung und zugleich die Handschrift des Künstlers.

Technisch basieren die Arbeiten auf Spraylack oder Acryl auf Leinwand. Durch Variation von Dichte, Überlagerung und Richtung der Schablonen entsteht eine vibrierende Oberfläche, die aus der Distanz figurative Sujets – Porträts politischer Akteure, kunsthistorische Referenzen, Architekturen wie den Kölner Dom, Szenen der Zeitgeschichte oder Motive aus der Popkultur – klar erkennbar werden lässt. In der Nahsicht hingegen zerfällt das Bild in ein ornamentales Geflecht aus gelben Bananenformen. Der nahezu monochrome Gelbton verleiht den Arbeiten eine starke visuelle Präsenz. Gelb fungiert hier als Signalfarbe mit ambivalenter Bedeutung – zwischen Strahlkraft, Ironie und Provokation.

www.40jahrebananensprayer.de/werkgruppen/gelber-bananenpointillismus

In der Werkgruppe „Stielbilder“ – präsentiert im Erdgeschoss der Villa Erckens – konzentriert sich der Künstler seit 2012 konsequent auf ein scheinbar marginales Detail: den markant geformten Stiel seiner ikonischen Spraybanane. Was im urbanen Raum als Signaturzeichen funktioniert, wird hier zum elementaren Baustein einer komplexen malerischen Strategie. Jeder einzelne Bananenstiel wird individuell und einzeln gesprüht; größere Formate der Serie bestehen aus bis zu rund 20.000 handgesprühten Stielen. Er überführt digitale Bildvorlagen nach dem Prinzip des modernen Vierfarbdrucks (CMYK) zurück in Malerei. An die Stelle der Rasterpunkte treten die Bananenstiele, die als modulare, farbige Einheiten das Bild aufbauen.

Aus der Distanz erscheinen die Arbeiten als üppige Früchtestillleben, Porträts, Architekturen oder idyllische Landschaften. Erst in der Nähe offenbart sich die Konstruktion: Das Motiv zerfällt in ein flirrendes Feld aus abstrahierten Stielformen, die sich visuell nahezu auflösen. Mit zunehmendem Abstand schält sich das Bild wieder zu einer klar lesbaren Darstellung heraus. Dieser bewusste Wechsel zwischen Abstraktion und Illusion ist konstitutiv für die Serie. Baumgärtel spielt mit Wahrnehmung, Erwartung und kunsthistorischen Referenzen, während er zugleich sein eigenes ikonisches Zeichen radikal dekonstruiert und neu zusammensetzt. Die „Stielbilder“ sind damit sowohl medienreflexiv als auch selbstironisch – und erweitern das bekannte Motiv der Banane in ein komplexes, vielschichtiges malerisches System.

www.40jahrebananensprayer.de/werkgruppen/stielbilder

Die Exponate von Thomas Baumgärtel konnten hier bis einschließlich 12. Juli 2026 besichtigt werden.

Öffnungszeiten Museum:
Mi | Do | Sa | So von 13 bis 17 Uhr & Fr von 09 bis 13 Uhr

Öffnungszeiten Versandhalle:
Do | Sa | So von 13 bis 16 Uhr

Übrigens: Die Besucher können gerne auch die weiteren Standorte anderer Werkgruppen von Thomas Baumgärtel am Niederrhein – wandernd, radelnd oder fahrend – erkunden, um zu sehen, wie viele Kunstorte es am Niederrhein gibt und um das gesamte Œuvre von Baumgärtel zu erfassen.

 

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