Ausstellung vom 09. Januar bis zum 06. Februar 2022
„Ich hatte schon sehr früh das Glück, reisen zu können. Eigentlich fing es mit einer Fahrradtour mit vierzehn Jahren an. Ich reiste zusammen mit meinem zwei Jahre älteren Bruder Karl. Meine Eltern haben unsere Reiselust immer unterstützt, wofür ich Ihnen heute noch dankbar bin. Reisen war in den 1950er und 1960er Jahren noch etwas Besonderes. Ich bin aber nie gereist, um mich in meinem Leben neu zu orientieren, wie es ja heute von vielen jungen Leuten praktiziert wird. Dazu war ich viel zu sehr hier verwurzelt. Das Nachhausekommen war immer ein Höhepunkt wie die Reise selbst. Ich hatte das Glück, oft mit meiner Familie reisen zu können, zuerst mit meinem Bruder, später mit der eigenen Familie. Meine Liebe zu den Bergen konnte ich auf meine Familie übertragen. Zur Silberhochzeit erkundete ich mit meiner Frau die äußersten Winkel des Karakorum in Pakistan. Mit meinem Sohn Christoph war ich zweimal und mit meiner Tochter Anna viermal in Nepal unterwegs. Es ist Opas ganzer Stolz, dass auf zwei der Nepal-Touren auch seine älteste Enkelin Tashi dabei war. Mit meinem jüngsten Sohn Clemens machte ich abenteuerliche Motorradtouren u.a. in der Sahara und im „outback“ in Australien.
Das Buch ‚Himmel, Hölle, Himalaya‘ hatte Träume geweckt, die ich verwirklichen konnte, woran ich früher aber nie ernsthaft geglaubt hatte. Ich war inzwischen weit mehr als 20 mal im Himalaya unterwegs, genau weiß ich es nicht mehr, im indischen, pakistanischen und nepalesischen teil. Mehrfach habe ich auch mit dem Motorrad den Himalaya erkundet, soweit dass die „Straßen“ zuließen. Absoluter Höhepunkt war hier der berühmt-berüchtigte ‚Karakorum-Highway‘, der durch das Industal der südlichen Route der Seidenstraße folgt. Wichtig war für mich, dass alle Unternehmen im Himalaya in eigener Regie erfolgten, d.h. ich habe nie eine Reise in den Himalaya ‚gebucht‘. Die Corona-Pandemie hat viele Pläne zunichtegemacht, so auch meine Nepal-Tour in 2020. 2021 war es auch nicht möglich. Aber ich habe noch Hoffnung für das Frühjahr 2022 Die Fotoausstellung „Himmel, Hölle, Himalaya- eine Nachlese“ ist der Versuch, aus tausenden von Aufnahmen wichtige Etappen meiner Reisen aufzuzeigen. Die Bilder wurden nicht ausschließlich aus fotografischen Gesichtspunkten ausgewählt. Die Dokumentation wurde berücksichtigt. So wurden auch einige Bilder ausgewählt, die schon in früheren Ausstellungen zu sehen waren.“
Clemens Schelhaas

