Ausstellung vom 28. August bis zum 06. November 2022
In Isabel Kneisners Arbeiten geht es um das verletzliche System der Natur und seine Bedrohung durch den Menschen – ein Thema, das heute aktueller denn je ist. In unterschiedlichen Bilderserien und Wandinstallationen erzählt sie vom Verlust der Lebensräume und dem Verschwinden vieler Arten. Nicht zuletzt in den traumhaft anmutenden Sequenzen des neunteiligen Fries wird dies in einer eigenen melancholischen Weise deutlich. Und was ist, wenn der Himmel sich leert und die Vögel, kaum auszudenken, nicht mehr singen und stumm bleiben? Wie sehr verändern sich unsere Ökosysteme, wenn heimische Arten verdrängt werden?
Doch es geht in dieser Wechselausstellung im Museum der Niederrheinischen Seele ebenfalls um die Vielfalt und Schönheit auf der Erde und um die Sehnsucht der Menschen nach dem Paradies. Wer Isabel Kneisners „Waldstücke“ von Rinde, Laub und Licht betrachtet, spürt etwas von dieser Schönheit, zumal in Erinnerung der letzten heißen Sommertage, und der sanften Kühle dieses Schutz- und Lebensraumes, dessen Verschwinden und Sterben unbedingt vermieden werden muss. Isabel Kneisners Arbeiten in der Villa Erckens stehen in einer Reihe mit Ausstellungen der Vergangenheit, die den Naturraum unserer Region, die durch einen gigantischen jahrzehntelangen Eingriff geprägt wurde, in vielfältiger Weise thematisieren.

