Aktuelle Wechselausstellung: „Krieg kennt keine Gewinner! – 80 Jahre Kriegsende in Grevenbroich“

Freitag, 07. März bis Sonntag, 05. Oktober 2025

Am 07. März 2025 wurde eine weitere Wechselausstellung im Museum der Niederrheinischen Seele eröffnet: „Krieg kennt keine Gewinner! – 80 Jahre Kriegsende in Grevenbroich“ lautet der Titel der historischen und bewegenden Ausstellung, die in Kooperation mit dem Geschichtsverein Grevenbroich und Umgebung e.V. und dem Verein Luftschutzanlagen Rhein-Kreis Neuss präsentiert wird.

Im Rahmen Ausstellung im Dachgeschoss der Villa Erckens werden die letzten Kriegsmonate von Oktober 1944 bis zum offiziellen Kriegsende am 08. Mai 1945 anhand vor verschiedenen Biographien der Kriegstoten für die Besucherinnen und Besucher nachvollziehbar gemacht. Eine Idee, die dem Netzwerk Kriegstote gekommen war, dem auch Mitglieder des Geschichtsvereins Grevenbroich und des Vereins Luftschutzanlagen Rhein-Kreis Neuss angehören. So auch die beiden Grevenbroicher und Heimatforscher Stefan Faßbender und Stefan Rosellen. Mit viel Herzblut haben sie in ihrer Freizeit das Ausstellungskonzept erstellt, unterstützt durch das Stadtarchiv und das Team des Museums der Niederrheinischen Seele. Neben Plakaten mit umfangreichen Informationen und Fotoaufnahmen zu einzelnen menschlichen Schicksalen werden in mehreren Vitrinen zahlreiche Exponate ausgestellt: Angefangen bei Fundstücken aus Grevenbroich – wie zum Beispiel der Stahlhelm eines US-Soldaten oder Bombensplitter, über Uniformen, Landkarten und entschärfte Munition bis hin zu einer alten Fanta-Glasflasche aus den 1940er Jahren, die während Aufräumarbeiten an einer Luftschutzanlage in Orken entdeckt wurde. Teile der ergreifenden Informationen stammen beispielsweise aus alten Tagebüchern und Schulchroniken, wieder andere mussten in mühsamer Recherchearbeit zusammengetragen werden. Eine informative Broschüre, die Stefan Faßbender und Stefan Rosellen eigens für diese sehenswerte Wechselausstellung erstellt haben, liegt im Museum Villa Erckens zur kostenlosen Mitnahme bereit. Weitere Informationen zum Begleitprogramm der Ausstellung folgen.

Die Ausstellung kann bis einschließlich Sonntag, 05. Oktober 2025 besichtigt werden. Es gelten die regulären Eintrittspreise des Museums.

Öffnungszeiten:
Mi | Do | Sa | So von 13.00 bis 17.00 Uhr und Fr von 09.00 bis 13.00 Uhr

Begleitprogramm zur Ausstellung:

Führung durch die Ausstellung
Sonntag, 28.09.2025 |
14:00 – 15:30 Uhr
In einem rund 90-minütigen Rundgang durch die aktuelle Wechselausstellung “Krieg kennt keine Gewinner! – 80 Jahre Kriegsende in Grevenbroich” im Dachgeschoss der Villa Erckens erfahren Sie von den beiden Heimatforschern Stefan Faßbender und Stefan Rosellen interessante Details über die letzten Kriegsmonate in Grevenbroich und gewinnen so einen tieferen Einblick sowohl in die Geschichte der Stadt als auch in die bewegenden Schicksale der damaligen Bürgerinnen und Bürger.
Eintritt: 6,- € je Person
Anmeldung erforderlich unter: 02181 / 608-656 oder

Neue Sonderausstellung in der Villa Erckens: Matthias Hintz | RETROSPEKTIVE

Mittwoch, 19. Februar bis Sonntag, 18. Mai 2025

Im Februar öffnet eine neue Wechselausstellung im Erdgeschoss des Museums der Niederrheinischen Seele ihre Tore: Unter dem Titel „RETROSPEKTIVE“ stehen die vielseitigen Schaffensphasen des 2023 verstorbenen Künstlers Matthias Hintz aus Hülchrath im Mittelpunkt.

Der 1959 in Merseburg/Saale geborene Künstler studierte zunächst bei Prof. Ohme an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale und beendete sein Studium 1989 als Meisterschüler bei Prof. Uecker an der Kunstakademie Düsseldorf. Matthias Hintz war mit seinen künstlerischen Arbeiten stets auf Spurensuche nach „dem Menschen in den Dingen“. So entstanden während seiner Schaffenszeit faszinierende Holzdrucke, Malereien, Grafiken, Collagen, Wachsobjekte sowie Skulpturen aus Holz und bizarr anmutende Daten-Skulpturen. Eine facettenreiche Auswahl seiner Werke wird zwischen dem 19. Februar und dem 18. Mai 2025 im Museum Villa Erckens zu sehen sein. Darüber hinaus können die Exponate auf Anfrage käuflich erworben werden.

Unvergessen bleiben im Grevenbroicher Raum vor allem die „Pappelmänner“ von Matthias Hintz: Das so genannte „Rheinische Element“ war eine Zusammenarbeit der Landesgartenschau Grevenbroich/Bundesland NRW mit der Bundesgartenschau Cottbus/Bundesland Brandenburg im Jahr 1995 unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog. Vom Zentrum der Landesgartenschau Grevenbroich versanken die Pappeln in der örtlichen Erft und tauchten in der Spree am Randgebiet der Stadt Cottbus wieder auf, um so ihren Weg in das Zentrum der Bundesgartenschau zu finden. Damit sollten symbolisch die Ähnlichkeiten und die Verbundenheit beider Braunkohleregionen, der westlichsten wie der östlichsten, in Deutschland dokumentiert werden. 2019 fertigte Matthias Hintz erneut eine Gruppe dieser im Volksmund „Pappelmänner“ genannten Objekte und setzte sie an das Erftufer der Stadtparkinsel, gleich gegenüber des Museums Villa Erckens, wo sie noch heute verweilen.

Die Vernissage findet am Mittwoch, 19. Februar um 19 Uhr statt, der Eintritt zur Eröffnung ist frei. Während des Ausstellungszeitraumes gelten die regulären Eintrittspreise des Museums.

Öffnungszeiten:
Mi | Do | Sa | So von 13.00 bis 17.00 Uhr und Fr von 09.00 bis 13.00 Uhr

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