Neue Wechselausstellung im Museum Villa Erckens

Freitag, 27. Juni – Freitag, 05. September 2025

Am Freitag, 27. Juni um 19 Uhr wird im Museum der Niederrheinischen Seele eine ganz besondere Ausstellung feierlich eröffnet: Unter dem Titel „Hüsch und viel Anderes“ präsentiert der renommierte Illustrator Jürgen Pankarz – von Freunden gerne auch „Moses“ genannt, doch das ist eine andere Geschichte – im Erdgeschoss der Villa Erckens ausgewählte Illustrationen von Hanns Dieter Hüsch sowie viele weitere Grafiken aus seinem Œuvre.

Pankarz, 1943 in der Nähe von Posen geboren und in Schweden, Lübeck sowie Duisburg aufgewachsen und schon in jungen Jahren ein kreativer Kopf, arbeitete nach einer Ausbildung zum Trickfilmzeichner zunächst für eine Werbeagentur in Essen. 1969 entschied er sich schließlich für die freiberufliche Tätigkeit als Grafiker und Illustrator und 20 Jahre später gründete er seinen eigenen Verlag „Edition moses“ (heute „moses-Verlag“) in Kempen, wo er lebt und seiner künstlerisch-grafischen Tätigkeit bis heute mit Leidenschaft und einer ordentlichen Prise Humor nachgeht. Zu seinem Œuvre gehören unter anderem Plakate, Platten- und CD-Cover, Bücher und sogar Kinderspiele. Seine Tätigkeit, seit 2001 wieder losgelöst vom Verlag, bezeichnet er dabei ganz bescheiden als „Männekes malen“. Eine Umschreibung, die seinem facettenreichen Schaffen und seinem ebenso kreativen wie humoristischen Talent gewiss kaum gerecht wird.

Mit dem Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch (* 1925 in Moers, † 2005 in Werfen) – dem sogenannten „Schwarzen Schaf vom Niederrhein“, welchem ein Teil der neuen Wechselausstellung gewidmet ist – verband ihn eine langjährige, tiefe Freundschaft, die sich nicht zuletzt in seinen zahllosen Hüsch-Illustrationen widerspiegelt. Zum nunmehr 100. Geburtstag von Hüsch zeigt Jürgen „Moses“ Pankarz im Museum der Niederrheinischen Seele daher eine sehenswerte Auswahl seiner unverwechselbaren Grafiken und „Männekes“, die den geneigten Betrachterinnen und Betrachtern bei einem Rundgang durch die Ausstellungsräume sicherlich das ein oder andere Schmunzeln oder gar Lachen entlocken werden.

Pünktlich und ergänzend zur neuen Ausstellung „Hüsch und viel Anderes“ ist darüber hinaus ein weiteres Schaf aus der bekannten „Blauen Friedensherde“ der Blauschäferei Reetz im Museum Villa Erckens eingezogen: Eine Sonderanfertigung in stilvollem Schwarz und somit ebenso wie Hanns Dieter Hüsch ein „Schwarzes Schaf vom Niederrhein“.

Die Ausstellung kann bis einschließlich Freitag, 05. September 2025 im Museum Villa Erckens besichtigt werden. Der Einlass zur Ausstellungseröffnung am 27. Juni um 19 Uhr ist frei, darüber hinaus gelten die regulären Eintrittspreise des Museums.

Öffnungszeiten: Mi | Do | Sa | So von 13 bis 17 Uhr, Fr von 09 bis 13 Uhr

Ausstellungsbegleitende Veranstaltungen:

Donnerstag, 31.07.25 | 17 Uhr
Feierabend-Führung: Der Illustrator Jürgen „Moses“ Pankarz
In der öffentlichen Führung werden die Ausstellung und die Verbindung der beiden Persönlichkeiten Hanns Dieter Hüsch und Jürgen Pankarz vorgestellt. Beide Künstler teilen den Blick für das Alltägliche, das Skurrile und das zutiefst Menschliche – und präsentieren diese Beobachtungen mit feinem Humor in Wort und Bild. Zu sehen sind neben Pankarz’ Illustrationen und grafischen Arbeiten zu Hüschs Bühnenprogrammen und Publikationen auch zahlreiche weitere Werke.
Eintritt:
6,- € (ca. 45 Minuten)

Mittwoch, 13.08.25 | 10 Uhr
Mit Baby ins Museum
Das Angebot richtet sich speziell an Eltern mit Babys im ersten Lebensjahr, die gemeinsam mit ihrem Kind Kunst und Kultur genießen möchten. In einer entspannten Führung wird die Ausstellung „Hüsch und viel Anderes. Illustrationen von Jürgen ‚Moses‘ Pankarz“ vorgestellt. Natürlich bleibt während der Führung genug Raum für alles, was Babys brauchen.
Eintritt:
6,- € für Erwachsene, Babys frei (ca. 60 Minuten)

Mittwoch, 20.08.25 | 19 Uhr
„Das schwarze Schaf vom Niederrhein“
Nach etlichen Führungen durch die Dauerausstellung mit Hüsch-Zitaten hat Stefan Pelzer-Florack nun ein Bühnenprogramm zusammengestellt, das dem Poeten unter den Kabarettisten Tribut zollt. Bei dieser persönlich eingefärbten Präsentation darf der kauzige Klang der Philicorda-Orgel nicht fehlen. Gleichzeitig kann die Sonderausstellung von Jürgen „Moses“ Pankarz mit Plakaten und Zeichnungen von Hanns Dieter Hüsch besucht werden.
Eintritt: 14,- € (ca. 90 Minuten)

Donnerstag, 21.08.25 | 15 Uhr
Eiscreme-Führung
Kulturamtsleiter Stefan Pelzer-Florack führt durch die aktuelle Wechselausstellung „Hüsch und viel Anderes“ im Erdgeschoss der Villa Erckens. Dazu gibt es ein wenig Musik sowie ein leckeres Eis für die Teilnehmenden.
Eintritt: 8,- € (inkl. Eis, ca. 60 Minuten)

Donnerstag, 28.08.25 | 15 Uhr
Eiscreme-Führung
Kulturamtsleiter Stefan Pelzer-Florack führt durch die aktuelle Wechselausstellung „Hüsch und viel Anderes“ im Erdgeschoss der Villa Erckens. Dazu gibt es ein wenig Musik sowie ein leckeres Eis für die Teilnehmenden.
Eintritt: 8,- € (inkl. Eis, ca. 60 Minuten)

Donnerstag, 04.09.25 | 18 Uhr
Salongespräch mit Jürgen „Moses“ Pankarz
Kurz vor Ende der sehenswerten Wechselausstellung „Hüsch und viel Anderes“ ist der Grafiker und Illustrator Jürgen „Moses“ Pankarz noch einmal persönlich im Museum Villa Erckens zu Gast und gibt im Dialog mit dem Publikum Einblicke in sein kreatives Schaffen und sein Lebenswerk.
Eintritt: 4,- € (ca. 90 Minuten)

Zu allen Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich.

Aktuelle Wechselausstellung: „Krieg kennt keine Gewinner! – 80 Jahre Kriegsende in Grevenbroich“

Freitag, 07. März bis Sonntag, 05. Oktober 2025

Am 07. März 2025 wurde eine weitere Wechselausstellung im Museum der Niederrheinischen Seele eröffnet: „Krieg kennt keine Gewinner! – 80 Jahre Kriegsende in Grevenbroich“ lautet der Titel der historischen und bewegenden Ausstellung, die in Kooperation mit dem Geschichtsverein Grevenbroich und Umgebung e.V. und dem Verein Luftschutzanlagen Rhein-Kreis Neuss präsentiert wird.

Im Rahmen Ausstellung im Dachgeschoss der Villa Erckens werden die letzten Kriegsmonate von Oktober 1944 bis zum offiziellen Kriegsende am 08. Mai 1945 anhand vor verschiedenen Biographien der Kriegstoten für die Besucherinnen und Besucher nachvollziehbar gemacht. Eine Idee, die dem Netzwerk Kriegstote gekommen war, dem auch Mitglieder des Geschichtsvereins Grevenbroich und des Vereins Luftschutzanlagen Rhein-Kreis Neuss angehören. So auch die beiden Grevenbroicher und Heimatforscher Stefan Faßbender und Stefan Rosellen. Mit viel Herzblut haben sie in ihrer Freizeit das Ausstellungskonzept erstellt, unterstützt durch das Stadtarchiv und das Team des Museums der Niederrheinischen Seele. Neben Plakaten mit umfangreichen Informationen und Fotoaufnahmen zu einzelnen menschlichen Schicksalen werden in mehreren Vitrinen zahlreiche Exponate ausgestellt: Angefangen bei Fundstücken aus Grevenbroich – wie zum Beispiel der Stahlhelm eines US-Soldaten oder Bombensplitter, über Uniformen, Landkarten und entschärfte Munition bis hin zu einer alten Fanta-Glasflasche aus den 1940er Jahren, die während Aufräumarbeiten an einer Luftschutzanlage in Orken entdeckt wurde. Teile der ergreifenden Informationen stammen beispielsweise aus alten Tagebüchern und Schulchroniken, wieder andere mussten in mühsamer Recherchearbeit zusammengetragen werden. Eine informative Broschüre, die Stefan Faßbender und Stefan Rosellen eigens für diese sehenswerte Wechselausstellung erstellt haben, liegt im Museum Villa Erckens zur kostenlosen Mitnahme bereit. Weitere Informationen zum Begleitprogramm der Ausstellung folgen.

Die Ausstellung kann bis einschließlich Sonntag, 05. Oktober 2025 besichtigt werden. Es gelten die regulären Eintrittspreise des Museums.

Öffnungszeiten:
Mi | Do | Sa | So von 13.00 bis 17.00 Uhr und Fr von 09.00 bis 13.00 Uhr

Begleitprogramm zur Ausstellung:

Führung durch die Ausstellung
Sonntag, 28.09.2025 |
14:00 – 15:30 Uhr
In einem rund 90-minütigen Rundgang durch die aktuelle Wechselausstellung “Krieg kennt keine Gewinner! – 80 Jahre Kriegsende in Grevenbroich” im Dachgeschoss der Villa Erckens erfahren Sie von den beiden Heimatforschern Stefan Faßbender und Stefan Rosellen interessante Details über die letzten Kriegsmonate in Grevenbroich und gewinnen so einen tieferen Einblick sowohl in die Geschichte der Stadt als auch in die bewegenden Schicksale der damaligen Bürgerinnen und Bürger.
Eintritt: 6,- € je Person
Anmeldung erforderlich unter: 02181 / 608-656 oder

Neue Sonderausstellung in der Villa Erckens: Matthias Hintz | RETROSPEKTIVE

Mittwoch, 19. Februar bis Sonntag, 18. Mai 2025

Im Februar öffnet eine neue Wechselausstellung im Erdgeschoss des Museums der Niederrheinischen Seele ihre Tore: Unter dem Titel „RETROSPEKTIVE“ stehen die vielseitigen Schaffensphasen des 2023 verstorbenen Künstlers Matthias Hintz aus Hülchrath im Mittelpunkt.

Der 1959 in Merseburg/Saale geborene Künstler studierte zunächst bei Prof. Ohme an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale und beendete sein Studium 1989 als Meisterschüler bei Prof. Uecker an der Kunstakademie Düsseldorf. Matthias Hintz war mit seinen künstlerischen Arbeiten stets auf Spurensuche nach „dem Menschen in den Dingen“. So entstanden während seiner Schaffenszeit faszinierende Holzdrucke, Malereien, Grafiken, Collagen, Wachsobjekte sowie Skulpturen aus Holz und bizarr anmutende Daten-Skulpturen. Eine facettenreiche Auswahl seiner Werke wird zwischen dem 19. Februar und dem 18. Mai 2025 im Museum Villa Erckens zu sehen sein. Darüber hinaus können die Exponate auf Anfrage käuflich erworben werden.

Unvergessen bleiben im Grevenbroicher Raum vor allem die „Pappelmänner“ von Matthias Hintz: Das so genannte „Rheinische Element“ war eine Zusammenarbeit der Landesgartenschau Grevenbroich/Bundesland NRW mit der Bundesgartenschau Cottbus/Bundesland Brandenburg im Jahr 1995 unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog. Vom Zentrum der Landesgartenschau Grevenbroich versanken die Pappeln in der örtlichen Erft und tauchten in der Spree am Randgebiet der Stadt Cottbus wieder auf, um so ihren Weg in das Zentrum der Bundesgartenschau zu finden. Damit sollten symbolisch die Ähnlichkeiten und die Verbundenheit beider Braunkohleregionen, der westlichsten wie der östlichsten, in Deutschland dokumentiert werden. 2019 fertigte Matthias Hintz erneut eine Gruppe dieser im Volksmund „Pappelmänner“ genannten Objekte und setzte sie an das Erftufer der Stadtparkinsel, gleich gegenüber des Museums Villa Erckens, wo sie noch heute verweilen.

Die Vernissage findet am Mittwoch, 19. Februar um 19 Uhr statt, der Eintritt zur Eröffnung ist frei. Während des Ausstellungszeitraumes gelten die regulären Eintrittspreise des Museums.

Öffnungszeiten:
Mi | Do | Sa | So von 13.00 bis 17.00 Uhr und Fr von 09.00 bis 13.00 Uhr

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